Diskusfische Wasser

Aquarium für Diskusfische

Diskusfische fühlen sich wohl in weichem, saurem Wasser, denn ihre Heimat ist das Amazonasgebiet. Dort liegt der pH-Wert oftmals um 7 herum. Auch in mittelhartem (bis 15 Grad), neutralem Wasser mit einem pH-Wert von maximal 7,5 - wie es vielerorts unserem Leitungswasser entspricht, kommen sie sehr gut zurecht.

Pro ausgewachsenen Diskus rechnet man als Faustformel 50 Liter Wasser. Die optimale Wassertemperatur sollte bei 28 bis 29 °C liegen. Die Wasserfilterung des Aquarienwassers lässt sich über gute Biofilter regeln, sehr gut geeignet sind Mehrkammer-Biofilter. Zur Unterstützung kann man auch über Torf filtern, den man aber nicht länger als 2 Wochen im Becken belässt, wegen der natürlichen Zersetzungsprozesse.

Hohe Härtegrade und hohe pH-Werte schädigen den Fischorganismus durch Kalkablagerungen. Hat man es mit diesen ungünstigen Wasserbedingungen zu tun, muss man auf eine Wasseraufbereitungsanlage zurückgreifen. Hierbei kann man wählen zwischen Umkehrosmoseanlage, die einen höheren Wasserverbrauch hat und einer Entsalzungsanlage, die dem Wasser neben dem Härtebildner auch für die Fische wichtige Inhaltsstoffe entzieht.

Die Umkehrosmoseanlage, die alle Moleküle, die größer als Wassermoleküle sind zurückhält, scheint aus diesem Grund die bessere Wahl zu sein. Das so gewonnene lebensfeindliche Reinstwasser, das man in diesem Zustand niemals als Aquariumswasser verwenden darf, kann man mit dem Leitungswasser vermischen, bis die richtige Härte erreicht ist.

Es gibt auch für Süßwasser geeignete Mineralsalzmischungen, die das Osmosewasser aufhärten und mit Mineralien im richtigen Verhältnis versorgt. Im Amazonaswasser kommen nur wenige Mineralien und Spurenelemente vor, dennoch sind sie den Fischen stets verfügbar. In einem Aquarium hingegen sind sie – besonders wenn man mit Umkehrosmoseanlage arbeitet – rasch aufgebraucht.

Fehlen Spurenelemente, kommt es zu Mangelerkrankungen der Fischpopulation im Aquarium, die die Fische anfällig machen für Außenparasiten. Um den richtigen Zeitpunkt für einen notwendigen größeren Wasserwechsel zu ermitteln, kann man an einem Tropfentest den Nitratwert messen, der 50 mg nicht übersteigen sollte. Der Nitratwert als Messanhaltspunkt, weil er einfach zu messen geht und mit ihm proportional auch andere belastende Stoffwechselprodukte, Sulfat- und Phospatbelastung des Wassers steigen.