Tipps zur Hälterung von Diskusfischen

Leopard Snake Skin Diskusfisch
Als Schwarmfisch, der eine Größe von bis zu 20 Zentimetern erreicht, sollte der Diskusfisch niemals einzeln gehalten werden. Ein Schwarm Diskusfische sollte mindestens sechs Tiere umfassen, das Aquarium ist aus Tierschutzgründen entsprechend groß zu wählen.

Ein Fassungsvermögen von 300 Litern ist in keinem Fall übertrieben, wenn man eine annähernd Artgerechte Hälterung gewährleisten will. Pro ausgewachsenen Diskusfisch rechnet man 50 Liter Wasser. Als Gesellschaftsfische eignen sich verschiedene Welse, Zwergbuntbarsche, Fadenfische und Salmler.

Die heiklen Exoten, die aus dem Amazonas und seinen Nebenflüssen stammen, stellen hohe Anforderungen an die Wasserqualität. Eine gute Wasserqualität erreicht man durch leistungsfähige, große Filter, z.B. offene Biofilter. Hohe pH-Werte sind zu vermeiden, die Tiere lassen sich bei weichem, saurem, neutralem pH-Wert und bei einer mittleren Wasserhärte von bis zu 15 Grad gut halten.

Bei einem gut funktionierenden Biofilter pendelt sich das Aquarienwasser in einem pH-Wert um 7 herum ein. Die Wassertemperatur sollte bei 28 bis 29 Grad Celsius liegen. Um Schadstoffe, die durch nicht gefressenes Futter und Fischkot entstanden sind zu verdünnen, sollte man wöchentlich 1/3 des Aquarienwassers auswechseln. Steine und Wurzeln im Aquarium dürfen keine schädlichen Substanzen an das Wasser abgeben. Eine problemlose Holzart ist das Moorkienholz.

Zur Bepflanzung wählt man Pflanzen, die mit der hohen Wassertemperatur gut zurechtkommen wie z.B. Javafarn, viele Anubia- Vallisnerien- und Cryptocorynearten. Gut geeignet sind auch Echinodorus-Arten, die nur wenig Licht brauchen. Zur Aquariumsbeleuchtung empfiehlt sich eine Kombination aus Warmton- und Tageslicht-Leuchtstoffröhre, denn Diskusfische mögen es nicht zu grell. Bedecken Schwimmpflanzen die Wasseroberfläche zum Teil, fühlen sich die Diskusfische besonders wohl.

Gut ist eine abwechslungsreiche Fütterung. Das Futter kann aus klein gehacktem Muschelfleisch, schwarzen, weißen und roten Mückenlarven von guter Qualität, etwas Krill, Mysis, gehackten Shrimps, Lobstereiern, Wasserflöhen und Artemias zusätzlich zum Trockenfutter bestehen. Frisches, gutes Qualitätstrockenfutter deckt aber den Nährstoffbedarf völlig ab.

Alt gewordenes Flockenfutter hat keine Vitamine mehr. Ist es einmal angebrochen worden, sollte man es innerhalb eines Halbjahres aufbrauchen. Bei roten Mückenlarven sollte man nur auf gezüchtete Exemplare zurückgreifen, da sonst Vergiftungsgefahr besteht.

Flockenfutter wird lieber genommen, wenn etwas Rinderherz untergemischt wird, oder es einen hohen Anteil an Spirulina hat. Pflanzenfutter ist auf jeden Fall auch wichtig, da auch in den Mägen von Wildfängen Pflanzenreste gefunden wurden.